nichts - empirisches Werk über nichts ISBN 978-3-00-047675-4 Grünes Land Verlag Logo
Einmal nichts schenken. Von Erfolgs-Autor Friedrich Schönbeck 9.00 €

Wenn Sie die Sucherei nach irgendetwas nervt, dann schenken Sie doch wirklich einmal nichts. Wer dieses Buch kauft, steht tatsächlich mit nichts da. Das macht nichts. Es geht schlimmer: Nämlich ein Mal für sich selber nichts anzuschaffen und nochmal nichts zum Verschenken. Dann haben Sie zwei Mal nichts. Sie stehen mit nichts und wieder nichts da. Aber denken Sie jetzt nicht, Sie hätten nichts zu lachen. Im Gegenteil. So grinsend war die Welt noch nie.
Wenn Sie bis hierher nichts verstanden haben, sind Sie auf dem richtigen Weg. Dann gehören Sie zu der hellwachen Elite, die mit nichts etwas anfangen kann.

Und so fängt das Buch an: Am Anfang war nichts. Gar nichts. Oder?
Es dauerte immerhin sieben Tage, bis das Nichts sich bequemte, ordentlich etwas darzustellen.
Als Gott also seine Firma Universum gründete, stand er mit nichts da. Es gab noch nicht einmal eine Bank, von der er sich einen Kredit hätte besorgen können. Geld nützte ihm aber sowieso nichts, denn wo hätte er sich für das von der Notenbank bunt bedruckte Papier etwas kaufen sollen? Überall war nichts. Buntes Papier ist von Haus aus ohne vorheriges unermüdliches Schaffen völlig wertlos. Mit dem Geld ist es so: Es ist nichts wert, wenn andere, bevor ich es ausgeben kann, nicht schon fleißig Werte geschaffen haben. Ich kann dieses bunte Papier logischerweise erst gegen alles mögliche Zeug eintausche, wenn es produziert ist.
Gott musste also tatsächlich, völlig mittellos, mit nichts anfangen. Wenn er jeweils morgens zur Arbeit ging, hatte er noch nicht einmal Werkzeug. Keinen Notizblock, keinen Bagger, keine Unfallversicherung, keine Plastiktüte, kein Heftpflaster, keinen Rauchmelder. Nichts! Gut, er konnte mit nichts und ohne Geld prima leben, denn er musste an niemand Miete zahlen, er musste an die Krankenkasse kein Pflegegeld abführen und er musste keine Maut befürchten.
Es lief damals noch alles fantastisch, obwohl er sich nur sieben Tage für die Verwandlung von nichts in etwas zugestand. Fünf Tage hart ran, am sechsten Tag feiern, am siebenten Tag ausruhen und sich Zeit für die Ovationen nehmen. Nur: Mit wem sollte er feiern und wer sollte mit ihm Kontakt aufnehmen, um sein Werk zu bewundern? Er sagte sich: Siehe mein Laden ist gut, doch es fehlt die Kundschaft. Bleiben wir zunächst noch eine Weile bei den Gründungs-Schwierigkeiten. Zum Beispiel: Damals gab es noch keinen Investor, der sein Vorhaben hätte finanzieren können. Wahrscheinlich hätte ihm auch keiner etwas zugetraut, weil er noch keine Sicherheiten bieten konnte. Da war einfach nichts oder noch nichts. Und jeder weiß, dass du noch so kreativ, clever und arbeitswütig sein kannst, wenn du mit nichts dastehst, bekommst du auch nichts dazu. Selbst für den besten Plan nicht. Da Gott allwissend ist, war ihm natürlich klar: „Der Teufel scheißt immer auf die größten Haufen. Wo hingegen nichts ist, kommt auch nichts hinzu. Also muss ich alles aus dem nichts heraus schaffen, wozu ich ja von meinem Immitsch her (Zur Schreibweise: Gott hatte kein Abitur in der Tasche und keinen Duden zur Hand) gezwungen bin. Alle erwarten von mir, dass ich die Welt erschaffe, da hilft alles nichts.“ Der paradiesische Zustand, dass es keine Investoren gab, hatte aber auch sein Gutes.

Kapitel 9: „Nichts miteinander gehabt“. Wussten Sie, dass nichts der Hauptgrund für Trennungen...

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